Donnerstag, 4. April 2013

Die Bad Sanierung, Teil 2

Bevor es weiter mit der Diashow geht, anbei ein paar wichtige Fakten zum Bad...

- Für das komplette Bad haben wir über 6000€ bezahlt (darin enthalten sind alle Baustoffe, Sanitärelemente, Fließen, Armaturen, Infrarotheizung und Kleinzubehör wie bspw. Silikon)
- Die Bad Sanierung hat ca. 1 Jahr gedauert inkl. Erneuerung des Wasser- und Abwassersystems, inkl. Erneuerung der Hauptstromleitungen usw.
- Das Badgewicht inkl. aller Elemente liegt bei ca. 1,250 bis 1,500 Tonnen

Der Badewannenträge. Ein wichtiges Baustoffelement, darin wird die Badewanne gesetzt, an ihm werden die Frontfließen geklebt. Links daneben seht ihr eine Trockenbaukonstruktion für spätere Ablageflächen.

Eine Vorsatztrockenbauwand mit einem Vorwand WC Element. Dahinter bzw. dazwischen werden die Stromkabel gelegt. Links im Bild seht ihr das Vorwand Waschbeckenelement. Darüber befindet sich als Verstärkung für spätere schwere Lasten eine OSB Platte.

Klassisch aber immer noch sehr beliebt, eine Deckenkonstruktion aus Holz.

Ein Stockwerk tiefer wurden zu dieser Zeit gerade die Kunstoff-Wasserleitungen verlegt.
Dort wo die Isolierung fehlt, wurde noch gearbeitet.

So siehts doch schon besser aus...
Zu sehen ist der bereits verklebte Badewannenträger mit dem Boden und die Trockenbaukonstruktion.

Ein fertiger Fermacell Trockenestrichboden für das Bad.

Die Orangfarbenen Flächen wurden mit einer speziellen Farblösung abgedichtet. Dies ist bei sehr stark beanspruchten Wasserbereichen notwendig, vor allem wie hier, bei unseren Ebenerdigen Dusche.
Jetzt wird langsam ein Schuh draus.

Und nun präsentiere ich euch mein fertiges Bad.






Ohne Sanitäre Vorkenntnisse habe ich mich an diese Bad Sanierung getraut. Jedoch habe ich mich zuvor intensiv mit fast allen Sanitärbereichen beschäftigt. Von den Rohr Zollgrößen bis hin zur Abdichtung. Das Bad muss vorher gut durchgeplant werden, macht euch daher Gedanken über die Wasseranschlüsse, Stromverlegung, Aufteilung, Wand-Decken und Fußbodenanschlüsse, Abdichtung usw.

Ich gebe euch einen guten Rat mit auf den Weg, nehmt euch Zeit denn die werdet Ihr brauchen.

Bis demnächst.

Die Bad Sanierung, Teil 1

Am Anfang sah alles so aus...


Die Badsanierung war das bisher aufwendigste Bauprojekt seit dem Hauskauf. Es galt ein Bad in der oberen Etage zu erstellen, was keine Wünsche offen lies. Die Vorgaben waren nicht gerade rosig, denn...

- der Raum hat nur knappe 11qm
- der Raum hat eine Dachschräge und einen breiten Kaminzug
- der Raum verfügte weder über ein Wasser noch Abwasseranschluss

Aber zurück zum Anfang...

Die alten Dielen und die darunterliegende Schüttung mussten entfernt werden

Anschließend habe ich die Sauerkrautplatten UNTER der Balkendecke entfernt. Der Raum darunter ist übrigens die Küche, die Stelle ich aber später vor.
Auf die Holzbalkendecke kamen breite Schaalbretter drauf, im Badewannenbreich habe ich die Bretterabstände sehr gering gehalten, damit die Last besser verteilt werden kann.
Obendrauf kam dann eine Lage 22mm OSB Platten ABER ACHTUNG: Normalerweise werden die OSB Platten quer zur darunterliegenden Lattung verlegt. Ich habe mich aber aus statistischen Gründen dagegen entschieden, zumal später noch mit Trockenestrichelementen gearbeitet wurde.
Wir stehen jetzt UNTER dem Bad (in der Küche). Hier sehen wir den Hauptabwasserstrang, der neu verlegt werden musste. In diesem fließt das Abwasser der Badewanne, der Dusche, der Toilette und dem Waschbecken.
Zur Sicherheit setze ich noch einen querliegenden Eisenträger unter die Holzbalken.
Im Bad oben wurden die Wände mit einen Grundputz versehen, ich habe zwar später in der Trockenbauweise gearbeitet aber durch den Grundputz verschließe ich praktisch die Ziegelwände. An der Decke sind in Wage gebrachte Schallbretter zusehen.

Und schließlich kam noch die Isolation zwischen den Dachsparren. Der Raum wird spürbar wärmer, sobald diese Isolation angebracht ist. Im Anschluss daran haben wir noch die Dampfbremsfolie und noch eine Untersparrendämmung angebracht, welche ich hier nicht dargestellt habe.


Dies war der erste Teil meiner Badsanierung. Im zweiten und letzten Teil zeige ich euch die Trockenbauarbeiten und die finalen Badbilder nach der Sanierung.

Sonntag, 11. März 2012

Trockenestrichboden, Die Zweite

Nach einer langen Bloggerpause melde ich mich zurück. In der langen Pause hat sich wieder viel im und am Haus getan. Das Schlafzimmer und Kinderzimmer sind seit August 2011 fertig und bezogen. Derzeit wird kräftig am zukünftigen Badezimmer und der Küche gearbeitet.

Der rötliche Fußboden ist ein alter DDR Estrichboden. Auf diesen Fußboden wird einfach die FERMACELL Schüttung gegeben und auf die entsprechenden Höhe gebracht. Die vordere Holzlatte dient als Absperrung, damit die Schüttung nicht weg kann.

So siehts aus, wenn die erste FERMACELL Trockenestrichplatte liegt. Das ausmessen und zuschneiden um die Ecken hat besonderst lange gedauert.

So sieht der fertige FERMACELL Trockenestrichboden aus. Sobald auf diesen Boden Parkett/Laminat verlegt wurde, muss man noch die Übergangsprofile zu den anderen Räumen installieren.

Freitag, 2. September 2011

Ergebnis Langzeittest: Dampfbremsfolie unter UV Sonneneinstrahlung

Mit einem Langzeittestergebnis melde ich mich nach einer kurzen Pause zurück.

Getestet habe ich folgendes.
Wie verhalten sich unterschiedliche Dampfbremsfolien im freien unter normaler UV Sonnenbestrahlung.

Produkte:
1.) Schwenk Dampfbremsfolie mit variablen SD Wert
2.) Günstigste Dampfbremsfolie vom Dachhändler

Getesteter Zeitraum:
1.) Schwenk Dampfbremsfolie mit variablen SD Wert -> 2 Monate im freien
2.) Günstigste Dampfbremsfolie vom Dachhändler -> 7 Monate im freien

Hinweis: Auf der Verpackung der Schwenk Dampfbremsfolie steht: Bitte keiner UV Bestrahlung aussetzen. Da jedoch so mancher Rohbau auch mal ohne Dämmung für ein paar Wochen bzw. Monate auskommen muss, fällt der ein oder andere Sonnenschein schonmal auf die Folie.

Die Bilder sprechen für sich...

Die Dampfbremsfolie wird tatsächlich brüchig sobald man diese leicht in der Hand zusammen knüllt.

Die Dampfbremsfolie ähnelt dem Pergamentpapier.

Dagegen stabil und schon seit ca. 7 Monaten im freien, hat sich die ganz einfach Dampfbremsfolie ohne variablen SD Wert durchgesetzt.


Fazit
Sobald Ihr die Dampfbremsfolie verlegt habt, solltet Ihr für eine ausreichende Abdeckung sorgen.


Sonntag, 26. Juni 2011

Isolierverglasung vs. Wärmeschutzverglasung

Heute bei lbs2, Isolierverglasung vs. Wärmeschutzverglasung.

Die 3 Scheiben Wärmeschutzverglasung stellte ich bereits in einen anderen Post vor. Heute möchte ich mich dem normalen Fensterglas widmen. Eure Häuser bzw. Wohnungen sind normalerweise immer mit Fenster ausgestattet die 2 Scheiben besitzen. Nur Glas ist nicht gleich Glas. Vor der Zeit der Wärmeschutzvergläser gab es das Scheiben-Isolierglas, was einen Uw Wert von ca. 2,5-3,0 hat. Und dieser Wert ist so hoch, dass es im Winter zu echten Zugerscheinungen kommen kann. Der Nachfolger ist das Wärmeschutzglas. Dieses hat einen Uw Wert von ca. 1,3-1,5. Nach einiger Recherche im Internet fand ich heraus, wie man mit einem Feuerzeug herausfinden kann, welches Glas im Fenster verbaut ist.

Am Abend oder bei geschlossenen Rollladen am Tag einfach mit einem Feuerzeug eine Flamme (ca. 2-3cm vom Glas entfernt) erzeugen und die Flammenspiegelung genau betrachten. Färbt sich einer der 4 Flammenspiegelung anders, könnt Ihr davon ausgehen, das es sich um eine Wärmeschutzverglasung bei eurem Fenster handelt. Haben alle 4 Flammenspiegelung die selbe Farbe, ist nur die normale Isolierverglasung verbaut.

Quelle: Saint Gobain Glass

Alte Fenster sind meist nicht zu 100% dicht. Ergo geht über diese Undichtigkeit im Winter kälte verloren. In meinem Haus sind die meisten Fenster noch mit  Isolierverglas versehen, daher tausche ich jedes dieser Fenster gegen moderne Fenster aus. Nach einen solchen Tausch müsst Ihr beachten, dass das neue Fenster so dicht eingebaut wird, das ein ungewollter Luftaustausch nicht mehr stattfindet. Das hat zur Folge, das Ihr mehr lüften müsst, sofern Ihr keine Lüftungsanlage habt. Warum Lüften?

Durch das Lüften wird die verbrauchte Luft mit frischer Luft von außen ausgetauscht. In der Regel soll dies 3 mal am Tag für ca. 5 Minuten geschehen. Eure verbrauchte Luft enthält aber noch eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit, die ebenfalls ausgetauscht werden sollte. Erzeuger dieser Luftfeuchtigkeit sind hauptsächlich übrings wir Menschen. Frische Außenluft enthällt im Winter wenig Luftfeuchtigkeit, daher ist Lüften im Winter auch sehr wichtig um Schimmel an den Wänden vor zu beugen. Denn Schimmel entsteht dort, wo die hohe Luftfeuchtigkeit auf kalte Stellen trifft.

Fazit: Sollte bei einem Fenster Isolierverglasung vorhanden sein, würde ich einen Austausch empfehlen. Das neue Fenster sollte von den Uw Werten her zu eurem Bauvorhaben passen. Am besten fragt Ihr dazu eurem Fensterbauer. Natürlich sollte der Preis ebenfalls stimmen.

Samstag, 25. Juni 2011

Fußbodensanierung, die Zweite

Vor einiger Zeit berichtete ich von Möglichkeiten einen unebenen Fußboden mit Baustoffen wie z.B. mit Ausgleichsmasse zu ebnen. Im nachhinein hat sich herausgestellt, das wir 22m bis 80mm mit dem Knauf Dünnestrich ausgleichen hätten müssen. Das wäre selbst für den Dünnestrich zu viel aber für ein richten Estrich wiederrum zu wenig.

Nach einiger Recherche fand ich die Lösung, Trockenestrichelemente von Fermacell, gelegt auf Ausgleichsschüttung welche 10mm bis 100mm stark sein darf. Da gab es nur ein Problem. Die geringste Höhe vom alten Estrichbelages zu den anliegenden OSB Platten war zu diesem Zeitpunkt nur 22mm. Allein die Trockenestrichelemente sind 20mm stark. Die Ausgleichsschüttung muss aber mindestens 10mm stark aufgebracht werden. Ich entfernte also den alten roten Estrichbelag, welcher zum Glück eine Stärke von 10mm hatte. Nun hatte ich 12mm Höhe um die Ausgleichsschüttung aufzubringen.

So sieht das Endergebnis aus

Im Flurbereich wird erst, wenn die neue Treppe eingebaut ist, der Trockenestrich weiter verlegt.



So wird gebaut!

Erwähnt sei auch, dass diese Lösung auch noch günstiger war/ist als der Dünnestrich von Knauf. Wir haben für unser Projekt nur 5x Fermacell Ausgleichsschüttung und 15x Fermacel Trockenestrich Elemente benötigt. Kostenpunkt ca. 250€.

Samstag, 14. Mai 2011

Vollsparrendämmung

Nun, mir war ja bekannt das es beim Verlegen von Glaswolle zu Juckreizen kommen kann, dass es aber so schlimm wird, konnte ich ja nicht ahnen...

Es ist nun soweit, die Dämmung zwischen und unter den Sparren wird verlegt. Klingt einfach ist es aber nur zum Teil. Vorab gesagt, empfehle ich nur als Dämmmaterial Stein- oder Glaswolle zu verwenden. Da diese Materialien formbar sind. Andere Dämmmaterialien wie z.B. Styropor im Dach zu  verwenden empfehle ich gründsätzlich nicht, da diese wirklich sehr passgenau zugeschnitten werden müssen. Dies ist bei einem Altbau nicht so leicht realisierbar. Entschieden haben wir uns für folgenden Aufbau:

150x50mm Sparren und dazwischen 150mm URSA Glaswolle in der Wärmeleitgruppe (WLG) 032. Auf die Sparren habe ich Direktabhänger für Holzlatten (50mm breit) installiert. Meine verwendeten Direktabhänger sind also perfekt für Holzlatten in dem Format 30x50mm. Alternative kann man auch Metallprofile (wie man diese aus dem Trockenbau kennt) verwenden. Nun gibt es zwei Varianten die Untersparrendämmung anzubringen.

Variante A) Nach der Installation der Direktabhänger befestigt man gleich die Holzlatten daran und klemmt zwischen den Holzlatten die Untersparrendämmung. Vorteil: Die Installation der Untersparrendämmung ist einfach und schnell erledigt. Nachteil: Es entstehen durch die Hohlräume hinter der Latte und durch die direkte Verbindung zu den Sparren kleine Wärmebrücken. Ob diese zu vernachlässigen sind, muss der Bauherr selbst entscheiden.

Variante B) Für diese Variante haben wir uns entschieden.  Nach der Installation der Direktabhänger werden diese gerade weg vom Sparren in einem 45 Grad Winkel gebogen. Darüber wird die Untersparrendämmung befestigt. Klein einfach ist es aber nur bei kleinen Flächen. Man schneidet nun in die Glaswolle kleine Risse sodass dadurch der Direktabhänger gesteckt werden kann. Im Anschluss daran werden nun die Latten zwischen den Direktabhängern befestigt. Vorteil: Es entstehen keine Wärmebrücken. Nachteil: Diese Installation ist sehr Zeitaufwendig.

Nun folgen ein paar Bilder...


Ist kein Sparren am Ende einer Strecke vorhanden, befestigt man die Direktabhänger am Mauerwerk mit Dübeln.

Die Überstände der Direktabhänger werden nach Anbringung der Lattung umgeknickt.



Auf die Holzlattung wird nun eine Dampfbremse mit variablen SD Wert via Tackernadeln angebracht. Mehr Informationen folgen in einem anderen Post.

Kosten: 100 Holz Direktabhänger kosten bei eBa... ca. 22€. Die Zwischen- und Untersparrendämmung kostet ca. 3,5-9€ pro m².

Mein Tipp, für welche die nur eine kleine Sparrenhöhe haben, eine bessere WLG verwenden. Denn mit einer besseren WLG kann man die Dämmstärke verringern um das Dämmziel zu erreichen.